{"id":1367,"date":"2014-06-25T10:54:25","date_gmt":"2014-06-25T10:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/berightback.de\/?p=1367"},"modified":"2020-10-19T15:48:36","modified_gmt":"2020-10-19T15:48:36","slug":"melbourne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berightback.de\/?p=1367","title":{"rendered":"Melbourne"},"content":{"rendered":"<p>Zu Fu\u00df haben wir zwei die meiste Zeit damit verbracht uns Melbourne anzuschauen.<br \/>\nAuf eigene Faust und ohne einen wirklichen Plan sind wir durch die Innenstadt gewandert. Gegen Mittag gab es ein Mittagsdate mit Thomas, d.h. wir mussten ihn in der Little Collins Street finden. Wenn man sich den Plan der Innenstadt anschaut, dann sieht man dass sie ein kleines regelm\u00e4\u00dfiges K\u00e4stchen in einer ansonsten leicht verschobenen Stra\u00dfenkarte ist. Die Stra\u00dfen wechseln sich dann in diesem K\u00e4stchen zwischen der gro\u00dfen Stra\u00dfe (z.b. Collins Street) und der kleinen Nachbarstra\u00dfe (z.B. Little Collins Street). Auch wenn es lustig klingt, es macht irgendwie Sinn. Jedenfalls mussten wir von der Collins Street in die Little Collins Street (Nachbarstra\u00dfe) und dann noch an das andere Ende der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Es schien so als w\u00fcrden wir durch das Business Viertel laufen, \u00fcberall Herren und Damen in schicken Anz\u00fcgen. Es wirkte ein bischen wie in Frankfurt, rechts und links die Hochh\u00e4user und dazwischen der Laufsteg der Eitelkeiten.<\/p>\n<p>Thomas hat uns durch verschiedene Food Courts mitgenommen, auf der Suche nach einem Imbiss, der ihm zusagte. Offenbar ist es zumindest in Melbourne so, dass Gesch\u00e4fte bzw Restaurants urpl\u00f6tzlich zu machen, ohne dass man vorher irgendwelche Indikatoren h\u00e4tte.<br \/>\nWir haben dann einen Burgerstand angesteuert und das Angebot mit 2 Burgern bestellt. Gott sei Dank waren es zwei, die Dinger waren winzig. Nicht ganz ges\u00e4ttigt sind wir dann weiter gezogen und haben uns auf die Suche nach einem Cafe gemacht. Nach einem kleinen Schw\u00e4tzchen wurden wir dann Richtung Queen Victoria Market geschickt und bekamen den Hinweis wir sollten immer mal wieder in die Engen Nebengassen gehen, hier g\u00e4be es immer mal wieder coole Bars und Restaurants zu entdecken.<br \/>\nWie wir wenig sp\u00e4ter feststellten ist der Markt am Montag immer geschlossen.<\/p>\n<p>Auf zur n\u00e4chsten Gr\u00fcnfl\u00e4che haben wir uns im Carlton Park niedergelassen und die Leute beobachtet. Thomas meinte schon das die Aussies sehr tolerant seien. Es gab jede menge Touries, die sich gegenseitig fotografiert haben, einige Amateur Fotoshootings und ein professionelles Braut Shooting. Besonders lustig fanden wir 2 M\u00e4dels mit (anti Abh\u00f6r)-Alufolien-H\u00fcten und bunten Leggings, die wirkten als w\u00fcrden sie ein Rapvideo drehen. Tats\u00e4chlich waren wir zwei aber die einzigen, die die M\u00e4dels irgendwie beachtet haben.<br \/>\nAbends sind wir dann mit Thomas und Alena in einem Fischrestaurant in St. Kilda essen gewesen. Hier herrscht die Regelung dass man seinen eigenen Alkohol mitbringen darf. In diesem Fall muss man eine Pauschale pro Wein Flasche bezahlen, die von einigen G\u00e4sten verringert wird indem eine Leere Flasche in einen Rucksack wandert und durch eine volle Flasche auf dem Tisch ersetzt wird. Die Bedienungen haben etwas komisch reagiert, als ich ein Sixpack Bier aus meinem Rucksack gekramt habe. Eigentlich wollte ich nur ein Mitbringsel aus meinem vollen Rucksack holen, das ich 4 Wochen mit mir mitgeschleppt hatte, aber ich wurde nat\u00fcrlich augenblicklich darauf hingewiesen dass Bier hier nicht gerne gesehen wird.<br \/>\nNachdem wir alle voll waren ging es zu dritt noch in einen Comedy Club gegangen und wo wir uns Standup Comedy angeschaut haben. Auch wenn ich nicht wirklich \u00fcber die Witze mit lokalen Referenzen lachen konnte war der Abend absolut witzig. Besonders lustig war eine Dame im Rollstuhl, die sich \u00fcber \u00fcber-hilfsbereite Mitmenschen lustig machte.<br \/>\nDie R\u00fcckfahrt mit der Tram war dann wieder ein Abenteuer, denn die Tram hatte keine Ansage welches die n\u00e4chste Haltestelle sein w\u00fcrde, die Schilder mit den Namen an den Haltestellen waren viel zu klein und die Haltestellen auf den Netzkarten waren meist nicht tituliert daf\u00fcr aber die Stra\u00dfen auf denen wir fuhren.<\/p>\n<p>Da wir sp\u00e4t zur\u00fcck zum Hotel kamen hiess es am n\u00e4chsten Tag erstmal ausschlafen. In diesem Fall bedeutet Ausschlafen eigentlich nur dass wir zum Fr\u00fchst\u00fcck aufgestanden sind und dann nochmal nachgeschlafen haben. Mittags sind wir dann durch die Nebengassen, zwischen den Hochh\u00e4usern geschlichen, und haben uns nach einem Lokal\/Imbiss\/Food Court umgeschaut um etwas zu essen zu finden. Wir haben uns f\u00fcr ein niedliches Restaurant an der Lt. Collins Street entschieden, in dem wir ein S\u00fcppchen gel\u00f6ffelt haben und die Business Typen beobachtet haben.<br \/>\nAnschliessend sind wir dann einfach weiter gezogen. F\u00fcr diesen Tag sind wir einfach mal die Yarra entlang gewandert. Ich habe erstaunt festgestellt dass es in Melbourne eine Reihe an Hochh\u00e4usern mit Wohnungen zu finden sind.<br \/>\nAm Ufer finden sich an verschiedenen Stellen kleine Parks, Kunstwerke oder einfach nur Ecken mit Restaurants\/Bars. Ich kann mir vorstellen dass hier im Sommer die R\u00e4nge gef\u00fcllt sind, jetzt im Herbst war nicht besonders viel los.<br \/>\nAbends haben wir uns mit Thomas getroffen, er hatte versprochen uns mit auf eine Rooftopbar mitzunehmen.<br \/>\nDie Aussicht war der Wahnsinn (Fotos folgen noch). Wir haben hier erstmal eine Runde gequatscht, bevor wir 2 Etagen tiefer was essen gegangen sind. Das Essen war wirklich gut, nur vielleicht ein bischen sehr teuer. Die Sache mit dem Teuer scheint etwas zu sein, an das man sich in Australien besser zu gew\u00f6hnen hat.<br \/>\nNachdem wir ges\u00e4ttigt haben, ich muss zugeben dass Bj\u00f6rn und ich schon einen Burger auf dem Dach hatten, sind wir dann durch die Barszene von Melbourne gezogen.<br \/>\nAngefangen haben wir mit der Tour in der Seamstreet Bar. \u00dcberall an der Decke hingen lauter kleine asiatische Seidenanz\u00fcge als Deko. Der Barkeeper war sehr nett, aber \u00fcber die Qualit\u00e4t der Cocktails kann ich leider keine Aussage treffen, da ich keinen Alkohol trinke. Die Bar war insgesamt recht leer, nur der Tisch neben uns war mit einigen Damen belegt, die sich angeregt unterhalten haben.<br \/>\nNachdem ich meine Coke und die beiden Herren ihren Cocktail getrunken hatten sind wir weiter gezogen. Durch Chinatown, wir befanden uns eh schon am Rande von Chinatown, ging es weiter zur Croft Street. Hier war wohl fr\u00fcher die Leichenhalle. Heute ist die Stra\u00dfe mit aufw\u00e4ndiger Streetart verziert, was aber abends eher zu einem mulmigen Gef\u00fchl f\u00fchrt, da die Stra\u00dfe eher eine sehr enge Gasse ist und man an jeder Ecke einen R\u00e4uber erwartet. Die Bar am Ende der Gasse war leider auch fast leer, viele Melbourner schienen an diesem Abend nicht unterwegs zu sein. Die Bar war eher k\u00fchl eingerichtet, was man bei einer Leichenhalle auch irgendwie erwartet. F\u00fcr mich war es etwas irritierend direkt bei der Bestellung zu bezahlen und nicht erst wenn man geht, aber das ist hier halt so.<br \/>\nThomas hat mich hoch auf die Toilette geschickt, aber der Seziertisch war wohl abgebaut, jedenfalls gab es bis auf schummrige Atmosph\u00e4re nichts weiter zu sehen. Auch hier sind wir nach unserer Coke\/Cocktail weiter gezogen.<br \/>\nDer surrealste Stop war die Berlin Bar. Diese Bar war in Ost- und West-berlin aufgeteilt und hatte Deko aus Deutschland. Wir haben uns in Ostberlin niedergelassen und dabei die Deko aus Bundeswehr Stockbetten, Bundeswehr Decken, usw bewundert. Wir haben nur den Fehler gemacht ob es vielleicht m\u00f6glich w\u00e4re von Flamenco Musik auf etwas deutsches zu wechseln. Die Bedienung kam mit einer durchaus deutschen Antwort wieder: Wir k\u00f6nnen nicht, weil wir nicht wollen. Die lange Version der Antwort war:&#8221; Dies ist keine deutsche Bar. Sie geh\u00f6rt einem halb Perser, halb Deutschen und wird gemanagt durch einen Brasilianer. Deutschland ist nur die Inspiration f\u00fcr die Bar, aber das macht sie nicht deutsch. Au\u00dferdem ist deutsche Musik eh sehr hart.&#8221; Wir konnten uns sehr \u00fcber diese durchaus deutsch\/b\u00fcrokratische Antwort am\u00fcsieren und sind nach dem Cocktail wieder abgezogen. Die deutsche Besatzung war damit beendet.<\/p>\n<p>Am Tag danach sind wir \u00fcber die Yarra hinweg die St Kilda Road entlang gelaufen. Es ging an einigen Parks entlang, bis wir am War Memorial ankamen. Ein gro\u00dfes kuppelf\u00f6rmiges Geb\u00e4ude erinnerte an all die Gefallenen aus allen Kriegen an denen Australische Soldaten beteiligt waren. Das Gel\u00e4nde war insgesamt sehr sch\u00f6n angelegt und strahlte eine sch\u00f6ne Ruhe aus.<br \/>\nVon hier aus ging es durch den Botanischen Garten wieder zur\u00fcck in Richtung Innenstadt. Gott sei dank habe ich eine Reihe an Fotos, die das Gel\u00e4nge besser beschreiben als ich es mit vielen Worten kann. Wir haben nicht nur australische Pflanzen, sondern auch einen ganzen Haufen nicht einheimischer Bepflanzung sehen k\u00f6nnen, die mit Namen und Herkunft sauber markiert waren. Das Gel\u00e4nde war extrem abwechslungsreich und weitl\u00e4ufig.<br \/>\nWir hatten bestes Wetter erwischt und haben uns hin und wieder auch einfach mal auf einer Bank ausgeruht und die Gegend auf uns wirken lassen. Viele Leute waren insgesamt nicht unterwegs, es f\u00fchlte sich herrlich an, direkt aus der gesch\u00e4ftigen Stadt in diese Ruhe zu kommen.<br \/>\nZur\u00fcck sind wir an der Yarra gegangen und haben hin und wieder auch Ruderer beobachten k\u00f6nnen. Es scheint so als g\u00e4be es viele Schulen, die dort ihre eigenen Ruderteams hatten.<br \/>\nWieder in der Innenstadt angekommen sind wir erst zum Hotel gekommen, um das Stativ zu holen. Leider habe ich meinen Polfilter vergessen, das hat sich sp\u00e4ter als unsch\u00f6n herausgestellt. Das Stativ war notwendig, da wir auf die Aussichtsplattform des Eureka Towers gehen wollten und Melbourne von oben bewundern wollten. Die Aussicht war der Wahnsinn. Vieles sieht pl\u00f6tzlich anders aus, wenn man ein wenig Abstand gewinnen konnte.<br \/>\nMeine Speicherkarte ist sehr schnell voll gelaufen. Ich habe mich auch ge\u00e4rgert dass ich meinen Polfilter nicht dabei hatte, denn die Reflektionen der verspiegelten Fenster waren schon st\u00f6rend. Manchmal muss man einfach das beste aus dem machen was man zur Verf\u00fcgung hat. Immerhin hatten wir es an unserem letzten ganzen Tag in Melbourne noch auf die h\u00f6chste Aussichtsplattform der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re geschafft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Fu\u00df haben wir zwei die meiste Zeit damit verbracht uns Melbourne anzuschauen. Auf eigene Faust und ohne einen wirklichen Plan sind wir durch die Innenstadt gewandert. Gegen Mittag gab es ein Mittagsdate mit Thomas, d.h. wir mussten ihn in der Little Collins Street finden. Wenn man sich den Plan der Innenstadt anschaut, dann sieht man dass sie ein kleines regelm\u00e4\u00dfiges K\u00e4stchen in einer ansonsten leicht verschobenen Stra\u00dfenkarte ist. Die Stra\u00dfen wechseln sich dann in diesem K\u00e4stchen zwischen der gro\u00dfen Stra\u00dfe (z.b. Collins Street) und der kleinen Nachbarstra\u00dfe (z.B. Little Collins Street). Auch wenn es lustig klingt, es macht irgendwie Sinn. 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