{"id":2192,"date":"2015-05-12T08:42:06","date_gmt":"2015-05-12T08:42:06","guid":{"rendered":"http:\/\/berightback.de\/?p=2192"},"modified":"2015-05-12T08:42:06","modified_gmt":"2015-05-12T08:42:06","slug":"back-2-back-lauftraining-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berightback.de\/?p=2192","title":{"rendered":"Back 2 Back Lauftraining"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Trainingsl\u00e4ufe, die nur sehr sehr schwer zu erkl\u00e4ren sind. Ich habe letzte Woche mehrfach versucht meinen Kollegen zu erkl\u00e4ren warum ich ein Back2Back (also ein R\u00fccken an R\u00fccken) Lauftraining mache.<br \/>\nZur Erkl\u00e4rung: Ein Back2Back Lauftraining ist ein langer Lauf an einem Tag, danach darf man so gut wie keine Nahrung zu sich nehmen und am n\u00e4chsten Tag geht man wieder laufen, auf m\u00fcden Beinen. Ziel dieses Trainings ist es einerseits dem K\u00f6rper anzugew\u00f6hnen gr\u00f6\u00dfere Glycogenspeicher in den Muskeln aufzubauen und dazu dem Kopf klarzumachen dass nach Ende der Zuckerzufuhr nicht das Ende erreicht ist. Der Prozess klingt total einfach und in meinem Fall ist es wahrscheinlich einfacher dadurch dass ich keinen Hunger kriege, spa\u00df gemacht hat es aber nicht.<\/p>\n<p>Zuerst einmal zur\u00fcck zum Anfang des Trainings. Dienstag hatte ich meinen Rucksack schonmal vorbereitet und mir ca. 30km vorgenommen. Der Lauf hat echt spa\u00df gemacht. Das Wetter war gut und es waren einige andere L\u00e4ufer unterwegs. Auf H\u00f6he des Stauwehrs habe ich einen Barfu\u00dfl\u00e4ufer gesehen, der im Gegensatz zu mir komplett ohne Schuhe unterwegs war und zwischen Freimann und Unterf\u00f6hring \u00fcberholte ich Eltern, die mit ihrem Teenie Sohn unterwegs waren. Der Sohnemann lief immer wieder vorraus und zur\u00fcck zu seinen Eltern. Ich dachte mir dass er irgendwann alleine l\u00e4uft wenn er so weiter macht.<br \/>\nAuf der Br\u00fccke bei Ismaning habe ich eine Pause gemacht und das Br\u00f6tchen herausgeholt, das ich mir zuhause vorbereitet hatte, und habe in aller ruhe gegessen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur ein Energiegel zu mir genommen. Hier habe ich entschieden das ganze noch ein wenig zu erschweren. Den Rest der Strecke habe ich auf alles verzichtet was mit Zucker zu tun hat.<br \/>\nAuf dem Weg Richtung Englischen Garten war dann sightseeing und aktives Tr\u00e4umen angesagt. Ich wusste schon worauf ich mich da eingelassen habe, als ich den Zuckerhahn zugemacht habe.<br \/>\nDanach bin ich ganz gut durchgekommen. Am Aumeister konnte ich langsam sp\u00fcren wie die Beine nicht mehr die volle Kraft boten. Auf der gro\u00dfen Wiese an der Studentenstadt lief ich an einem L\u00e4ufer vorbei. Wie \u00fcblich habe ich auch ihn gegr\u00fc\u00dft und dann habe ich erkannt dass es ein Kollege von mir war. Ich bin beim Laufen noch nie einem Kollegen \u00fcber den Weg gelaufen, bzw noch keinem Kollegen den ich kannte. Das hat mich die n\u00e4chsten ein oder zwei km mit einem L\u00e4cheln weiterlaufen lassen, danach kam ich dann wieder runter auf den Boden, hart. Ich habe nicht abgek\u00fcrzt, konnte aber sehr bald merken dass ich doch schnell nach Hause kommen musste. Meine Verdauung hat sich als ein wenig ungl\u00fccklich gezeigt. Danach ging es um den Kleinhesseloher See herum und quasie auf den direkten Weg nach hause.<br \/>\nZuhause habe ich noch ein bischen Suppe gegessen und danach darauf gewartet dass die Muskeln ein wenig abgek\u00fchlt haben.<br \/>\nErgebnis des ersten Tages waren 28km in 2:45h.<\/p>\n<p><strong>Tag 2:<\/strong><br \/>\nMorgens gab es ein paar L\u00f6ffel voll Haferflocken. Zur Arbeit habe ich mir einen Quark und eine Karotte mitgenommen. Die Hauptaufgabe, die ich den Tag \u00fcber hatte war es zu erkl\u00e4ren warum ich mir diesen Schwachsinn antue. Nichtmal die meisten L\u00e4ufer verstehen warum ich das tue. Ein Kollege meinte dass er total durchdrehen w\u00fcrde wenn er keinen Zucker im Blut h\u00e4tte. Es war ziemlich einfach zu beschreiben wie einem die Energie zum durchdrehen fehlt wenn man keinen Zucker mehr hat.<br \/>\nMit wackligen Beinen bin ich dann losgelaufen. Ich konnte sp\u00fcren dass meine Beine keine Gelegenheit hatten sich zu erholen. Manchmal dachte ich dass ich besser nicht lange stehenbleiben sollte. Als ich beim Aumeister war habe ich wieder ein bischen was gegessen um ein bischen Zucker zur\u00fcck in den Tank zu schicken. Als ich zuhause ankam hatte ich 18km in 1:45h hinter mir, meine Beine f\u00fchlten sich an als h\u00e4tten sie mich die vollen 46km am St\u00fcck mitgeschlept<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nEs ging immer weiter, auch nach dem Ende der Strecke w\u00e4re es immer weiter gegangen. Spa\u00df hatte ich bei dem ganzen eigentlich weniger. Ich musste das aber alles machen, denn am Ende kann ich sagen geht es immer weiter, auch wenn kein Zucker mehr im Tank ist.<br \/>\nDie Laufform hatte massiv nachgelassen. Meine F\u00fc\u00dfe sind zum Schluss eher mitgeschliffen worden, richtig abgerollt bin ich nicht. Die Konzentration l\u00e4sst enorm nach, die Schmerzen werden aber auch dumpfer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Trainingsl\u00e4ufe, die nur sehr sehr schwer zu erkl\u00e4ren sind. Ich habe letzte Woche mehrfach versucht meinen Kollegen zu erkl\u00e4ren warum ich ein Back2Back (also ein R\u00fccken an R\u00fccken) Lauftraining mache. 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