{"id":3346,"date":"2016-12-26T12:28:11","date_gmt":"2016-12-26T12:28:11","guid":{"rendered":"http:\/\/berightback.de\/?p=3346"},"modified":"2016-12-26T12:28:11","modified_gmt":"2016-12-26T12:28:11","slug":"indien-delhi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berightback.de\/?p=3346","title":{"rendered":"Indien: Delhi"},"content":{"rendered":"<p>Der Flughafen Delhi ist riesig. Ich besuche die \u00f6rtlichen \u00d6rtlichkeiten bevor ich meinen Rucksack am Gep\u00e4ckband erwarte. Aufgrund vorheriger Erfahrungen kann ich davon ausgehen dass ich die Zeit habe. Wenn ich gewusst h\u00e4tte was mich hier erwarte, dann w\u00e4re ich wieder ins Flugzeug gestiegen und weiter nach Hause geflogen.<\/p>\n<p>Kaum bin ich raus aus dem Flughafen muss ich den Shuttelbus zur Metro finden. Bryan und Carol haben mir eine Karte mitgegeben, mit der ich hier die Z\u00fcge nehmen kann. Der Zug ist hochmodern und sauber. Die Anzeige macht sogar Sinn und zeigt genau wann ich ankommen werde. Der Bahnhof ist etwa genauso gro\u00df wie der Flughafen, ich brauche ein bischen bis ich raus bin. Drau\u00dfen rufe ich mir ein Uber, w\u00e4hrend Rikscha Fahrer versuchen mich in ihr Gef\u00e4hrt zu locken.<br \/>\nEs dauert alleine 15 Minuten die ersten 200 Meter weit zu kommen. Das Verkehrschaos ist etwas das ich noch nie gesehen habe.<\/p>\n<p>Es dauert eine dreiviertel Stunde bis wir an meinem Hotel ankommen. Es liegt in einer Nebenstra\u00dfe, in der haupts\u00e4chlich Mofas und Fu\u00dfg\u00e4nger unterwegs sind.<\/p>\n\n    <iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"360\" scrolling=\"no\" allowfullscreen src=\"https:\/\/berightback.de\/wp-content\/plugins\/wp-vr-view\/asset\/index.html?image=http:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/PANO_20161023_162325.jpg&is_stereo=false\"><\/iframe>\n\n  \n<p>Ich checke in ein sch\u00f6n gro\u00dfes Zimmer ein und frage ob es die M\u00f6glichkeit gibt irgendwo eine Massage zu bekommen. Seit Goa habe ich ziemliche Nackenschmerzen, die die steinharten Betten nicht besser gemacht haben. Ungef\u00e4hr eine halbe Stunde sp\u00e4ter kommt ein junger Inder vorbei, der mir eine mehr als merkw\u00fcrdige Massage gibt. Ich behaupte jetzt einfach mal dass er am anderen Ufer schwimmen geht. Ich muss ihn darauf hinweisen dass er doch eher die Finger von meinen privaten Bereichen zu halten hat. Am Ende versucht er noch einen deutlich h\u00f6heren Preis zu erhandeln. Ich gebe ihm ein Trinkgeld, aber viel Geld habe ich eh nicht mehr \u00fcbrig. Danach mache ich mich wieder auf den Weg. Erste Amtshandlung ist etwas wie Immodium Akut zu bekommen um den Durchfall unter Kontrolle zu bekommen. An der Hauptstra\u00dfe mache ich ein kurzes Video um den Verkehr und das Hupen zu filmen.<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"1194\" height=\"672\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/jLaN7Phu6m4?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>Ein freundlicher Inder hilft mir weiter und bringt mich zu einem Chemist. Ich schlucke ohne zu wissen was es ist 2 Tabletten.<\/p>\n<p>Von hier versuche ich zu Fu\u00df zum n\u00e4chsten Starbucks am <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Connaught_Place,_New_Delhi\">Connaught Place<\/a> zu kommen, um meine Espressotasse zu bekommen. \u00dcberall liegt der Ru\u00df in der Luft. Immer mal wieder schlafen Leute auf den Fu\u00dfwegen und doch ist die Stadt mehr oder weniger sauber. Es ist nicht mit einer europ\u00e4ischen Stadt zu vergleichen, aber schlecht ist es per se erstmal nicht.<br \/>\nIch mache einen Abstecher zur Marktstra\u00dfe. Hier kann man alles kaufen und die L\u00e4den sind einfach nur bunt. Am Cannaught Place spricht mich ein junger Inder an, der wissen will woher ich komme und was ich hier mache. Auch hier sind wei\u00dfe eher eine Seltenheit. Er bringt mich zum Starbucks und verabschiedet sich wieder. Es gibt hier nicht was ich will. Die Klimaanlage bringt mich zum schwitzen. Mein Shirt ist schnell klatschnass. Zum abk\u00fchlen entscheide ich mich f\u00fcr einen Iced Coffee und setze mich hin. Irgendwann zieht es mich wieder raus in Richtung Metro. Der Junge Inder findet mich wieder und begleitet mich noch ein St\u00fcck, was mir langsam ein wenig unangenehm wird.<\/p>\n<p>In der Metro Station hole ich f\u00fcr ca. 60\u20ac Rupien und muss zu den Z\u00fcgen wieder durch einen Metaldetektor. Die Ausschilderung ist verwirrent. Ich will zum roten Fort und auf dem Schild steht ich muss zur gr\u00fcnen Linie, aber \u00fcberall treffe ich nur auf die Blaue, die auch nicht die selbe Endstation hat. Irgendwann kapiere ich dass ich einfach einsteigen muss. Am Chandni Chowk geht es raus. Man muss die Metro Karte \u00fcber das Drehkreuz halten um wieder raus zu kommen. Leider funktioniert das Leseger\u00e4t nicht richtig und es bildet sich eine lange Menschentraube.<br \/>\nEs dauert etwa 10 Minuten bis ich die 100 Meter durch die Menschenmassen am Bahnhof geschafft habe. Als ein Rikschafahrer mich zu seinem Gef\u00e4hrt locken will und den Weg zum Roten Fort in die komplett andere Richtung angibt, die Google Maps vorgibt greife ich an mein Hosenbein, in dem meine Brieftasche sein sollte, sie ist weg. Ich rufe einmal ganz laut &#8220;<strong>Fuck<\/strong>&#8221; und habe pl\u00f6tzlich Platz. Es lohnt nicht zu suchen. Ich wei\u00df sie war noch da als ich am Drehkreuz vorbei kam, aber jetzt ist sie weg. Eine kleine Regenwolke schwebt \u00fcber meinem Kopf und zeigt meine schlechte Laune an. Mir geht auf einmal alles zu langsam.<\/p>\n<p>Ich gehe noch kurz zum <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rotes_Fort_(Delhi)\">Roten Fort<\/a>, stelle fest dass man Eintritt bezahlen muss, mache ein paar Fotos und mich dann auf den R\u00fcckweg. Ein Inder will noch ein Selfie mit mir bevor ich raus komme. Mir stehen 3 km Fu\u00dfweg bevor. Der Verkehr steht. Auf den Fu\u00dfwegen ist es eng, da auf der einen Seite kleine Gesch\u00e4fte sind und auf der anderen Seite \u00fcberall kleine Bauchl\u00e4den sind bei denen man Kleinkram kaufen kann. Die Autos schaffen es auch nicht voran. Alles steht und in der Mitte ist ein w\u00fctender Deutscher unterwegs, der versucht sich so schnell wie m\u00f6glich voran zu schl\u00e4ngeln. Mittlerweile habe ich meinen gelben Rundschal um das Gesicht gewickelt um nicht die Abgase einatmen zu m\u00fcssen. Der Schal bewirkt ein Wunder, keiner spricht mich an. Ich bin nicht mehr direkt als Ausl\u00e4nder erkennbar und nur noch von begrenztem Interesse f\u00fcr Einheimische.<br \/>\nNach dem halben Weg komme ich auf einem Stra\u00dfenmarkt, der alles noch ein wenig enger macht. Ich werde hektisch und versuche mich zurecht zu finden. Der ganze Weg dauert ca 1 1\/2 Stunden und ich komme alles andere als entspannt am Hotel an. Die Klamotten kleben an mir und ich habe keine Ahnung was ich als n\u00e4chstes machen soll. Ein deutsches Abenteuer beginnt. Zuerst einmal logge ich mich bei der ING-Diba ein, um meine Visa Karte zu sperren. Stattdessen sperre ich meine Giro Karte, die allerdings sicher zuhause liegt. Das Ticket das ich aufmachen will bringt mir nichts, weil O2 die SMS-TAN nicht an mein Handy schickt. Ich mache von aussen ein Ticket bei der Diba auf und hoffe auf baldige Antwort. Als n\u00e4chstes stelle ich fest dass meine Sparkassen Karte in der Mitte zerbrochen ist und damit auch wertlos. Ich habe noch genau 110\u20ac dabei. Mit ein bischen Panzertape (sollte man bei jedem Urlaub dabei haben, ernsthaft) klebe ich meine Sparkassenkarte wieder zusammen und gehe zum n\u00e4chsten Geldautomaten. Die ersten beiden, die ich finde sind defekt, der dritte verweigert die Karte. Zur\u00fcck im Hotel frage ich ob ich an der Rezeption auch Euros wechseln kann, ja das klappt. Danach frage ich ob das Zimmer bereits voll bezahlt ist, was es zum Gl\u00fcck ist. Ich tausche 30\u20ac, gehe noch in einen Shop um einen Stapel Kekse und einiges an Wasser und sonstigen Getr\u00e4nken zu kaufen. Danach bleibe ich erstmal im Zimmer.<\/p>\n<p>Abends erwischt mich dann der Sch\u00fcttelfrost, der mich die halbe Nacht wach h\u00e4lt. Erst am n\u00e4chsten Morgen bin ich bereit ein wenig zu duschen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, mache ich noch ein paar Fotos vom Dach aus. Viel Lust die Stadt zu erkunden habe ich jetzt nicht mehr. Mit nicht wirklich viel Geld und keiner Lust zu riskieren nicht mehr weg zu kommen gammel ich rum. Den Tag \u00fcber schlafe ich immer wieder und schaue den Rest der Zeit youtube leer oder das indische Fernsehen. Gegen 1 Uhr nachts checke ich aus. Auf der Couch an der Rezeption schl\u00e4ft einer der Angestellten. Ein Uber-Taxi bringt mich Flughafen. Die Stra\u00dfen sind deutlich leerer. Statt der 400 Rupien, die die Fahrt kostet gebe ich ihm 1000. Er schaut mich erst verst\u00e4ndnislos an, nimmt dann aber dankend das Geld und f\u00e4hrt in seinen Feierabend.<\/p>\n<p>Am Checkin bewegt sich die Schlange mit der Geschwindigkeit von Kontinentalplatten. Mit ein paar britische Damen hinter mir mache ich mich ein wenig dar\u00fcber lustig. Ein weiterer Metaldetektor und ich darf in die Abflughalle. Die verbliebenen Rupien will ich noch ausgeben, kaufe mir ein paar Snacks, ein Buch und ein Glas Honig. Den Heimflug kann ich kaum erwarten. Zum Urlaub komme ich eher nicht noch einmal wieder.<br \/>\nIch hatte zwei Wochen zeit den Reiz von Indien zu suchen, von dem man immer wieder h\u00f6rt, gefunden habe ich einiges. Einen Grund wiederzukehren habe ich auf dem Heimflug nicht im Gep\u00e4ck.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Andere Eintr\u00e4ge zu Indien:<\/strong><\/span><br \/>\n<a href=\"http:\/\/berightback.de\/?p=3303\">Hyderabad<br \/>\nGoa<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/berightback.de\/?p=3321\">Udaipur<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Flughafen Delhi ist riesig. Ich besuche die \u00f6rtlichen \u00d6rtlichkeiten bevor ich meinen Rucksack am Gep\u00e4ckband erwarte. Aufgrund vorheriger Erfahrungen kann ich davon ausgehen dass ich die Zeit habe. Wenn ich gewusst h\u00e4tte was mich hier erwarte, dann w\u00e4re ich wieder ins Flugzeug gestiegen und weiter nach Hause geflogen. Kaum bin ich raus aus dem Flughafen muss ich den Shuttelbus zur Metro finden. Bryan und Carol haben mir eine Karte mitgegeben, mit der ich hier die Z\u00fcge nehmen kann. Der Zug ist hochmodern und sauber. 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