{"id":5498,"date":"2020-02-12T17:00:58","date_gmt":"2020-02-12T17:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/berightback.de\/?p=5498"},"modified":"2020-10-22T19:38:47","modified_gmt":"2020-10-22T19:38:47","slug":"maxi-race-ultra-race-in-annecy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/berightback.de\/?p=5498","title":{"rendered":"Maxi Race &#8211; Ultra Race in Annecy"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"eplus-RGLl0z wp-block-paragraph\">Nach nicht einmal 4h Schlaf bin ich wach. In meinen Laufklamotten und mit dem Rucksack auf dem R\u00fccken bin ich um 23 Uhr unterwegs zum Start. Einzelne L\u00e4ufer sammeln sich zu einem Fluss an Menschen, die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5gVJQDDzpFw\">alleine oder in Gruppen zum Lauf-Dorf str\u00f6men<\/a>. Hier sind teilweise offenbar noch Freunde und Familien der L\u00e4ufer mit dabei.<br>Durch den verlassenen Ort geht es zu einer Traube an Menschen. Erst kurz vor dem Lauf d\u00fcrfen wir uns in unserer Startbl\u00f6cke einsortieren. Zwei Stimmen vor mir sprechen pl\u00f6tzlich in einer mir bekannten Sprache, Deutsch. Es ist \u00fcberraschend angenehm sich mit Landsleuten unterhalten zu k\u00f6nnen. Das bisschen Erfahrung von meinem letzten Lauf gebe ich gerne weiter. Als die Startbl\u00f6cke aufgemacht werden verabschiedet sich die eine von beiden weiter nach vorne w\u00e4hrend Nadia, die andere, und ich zusammen bleiben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube  eplus-r749DH wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"1194\" height=\"672\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5gVJQDDzpFw?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"eplus-mYLkWh wp-block-paragraph\">Kurz vorm Start steigt die Aufregung. Reihenweise werden Handys, zum Filmen, in die Luft gehalten. Nach dem Startschuss bewegt sich die Laufgruppe in gem\u00e4chlichen Trab auf den Berg zu. Dieses Mal bin ich gewappnet und versucht keine Energie zu verschwenden. Zusammen gehen wir also den steilen Berg hoch und in den dichten Wald. Meine neue <a href=\"https:\/\/www.stootsconcept.fr\/\">Stoots-Lauflampe<\/a> lichtet die Dunkelheit. Die meiste Zeit unterhalten wir uns. In der Dunkelheit gibt die Umgebung nicht viel Ablenkung her und so erfahre ich einiges \u00fcber Nadia. Mir kommt hier noch nicht viel bekannt vor. Die anf\u00e4nglichen Treppen nehme ich dieses Mal deutlich langsamer, das letzte Mal habe ich hier unn\u00f6tig viel Energie verbrannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-swACxZ wp-block-paragraph\">Erst als wir an den Holzh\u00fctten vorbei laufen wei\u00df ich wieder wo wir sind.<br>Durch die fr\u00fchere Startzeit sind wir diesmal lange vor dem Sonnenuntergang hier. Nach einer sehr kurzen Verpflegungspause machen wir uns also auf den Weg bergab. Im Versorgungszelt st\u00fcrze ich mich auf K\u00e4se und Schinken und haue mir die Backen voll. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-3ZUQtw wp-block-paragraph\">Im Dunkeln geht es erst einmal eine Weile den Berg runter. Die L\u00f6cher und der Matsch sind f\u00fcr mich nicht nur eine theoretische Stolperfalle. Der weiche Schlamm h\u00e4ngt in dichten Klumpen unter meinen Sohlen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-1ixwuY wp-block-paragraph\">In der n\u00e4chsten Siedlung halten wir kurz an um unsere Flaschen nachzuf\u00fcllen bevor wir den n\u00e4chsten Berg erwandern. Der komische Geschmack der neuen Flaschen f\u00e4ngt an meinen Magen zu irritieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-Snabr9 wp-block-paragraph\">Die Sonne beginnt vorsichtig den Tag als wir den felsigen Pfad hinunter laufen, auf dem ich mir das letzte Mal beinahe die Beine gebrochen habe. Ein aufgeregter Typ rennt laut rufend an uns vorbei, ein Traill\u00e4ufer ihm direkt auf den Fersen.<br>&#8220;Das war gerade einer der Elitel\u00e4ufer&#8221; erkl\u00e4rt mir Nadia.&nbsp;<br>Die schnellsten der 89-km-L\u00e4ufer haben sich vorgenommen uns an einer der schwierigsten Stellen zu \u00fcberholen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-RYRS3k wp-block-paragraph\">Ein weiteres kleines Dorf bietet die Gelegenheit die leeren Flaschen aufzuf\u00fcllen. Da der Gummigeschmack meinen Magen st\u00f6rt sp\u00fcle ich meine neuen Flaschen so weit wie m\u00f6glich durch. Ich erkenne den Ort hier sofort und kann gl\u00fccklich feststellen dass meine Beine dieses Mal deutlich besser mitspielen als beim letzten Mal. Ein franz\u00f6sischer L\u00e4ufer rei\u00dft den Wasserhahn so weit auf dass er damit meine F\u00fc\u00dfe mit duscht. Diese R\u00fccksichtslosigkeit kann mich in einigen Stunden noch in Schwierigkeiten bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-qU3TnW wp-block-paragraph\">Vorsichtig laufen wir weiter, zur\u00fcck in den Wald. Jetzt bei Licht wird es auch wieder leichter. Das gr\u00f6\u00dfte Problem war auch beim letzten Mal die erste Nacht und der erste Abstieg. Nadia sorgt mit ihrer ruhigen Art daf\u00fcr dass ich ruhig bleibe und meine Reserven nicht zu schnell verbrauche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-pjF3Bu wp-block-paragraph\">Am Ende des ersten Gebirges trennen sich die Wege der L\u00e4ufer und die \u201cschnellen\u201d 89-km-L\u00e4ufer verschwinden nach links, w\u00e4hrend wir den langen Weg nehmen. Ab hier kenne ich mich gar nicht mehr aus. Hinter uns verschwindet der letzte 89er am Horizont. Obwohl wir nur auf einer leichten Steigerung unterwegs sind ist eigentlich keiner um uns herum wirklich am laufen. Energiesparen ist gerade die h\u00f6chste Devise. Rechts und links t\u00fcrmen sich hohe Felsmassive auf.<br>&#8220;Ob wir wohl dort rauf m\u00fcssen?&#8221; Fragt Nadia, mit ausgestreckt Hand.<br>&#8220;Ach Quatsch, da hinten gibt es eine Br\u00fccke, die geht es bestimmt weiter.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-DbkoBH wp-block-paragraph\">Zwischendurch dr\u00e4nge ich zum leichten Trab, um ein wenig weiter zu kommen. Mein Magen kann sich f\u00fcr die Bewegung gerade immer weniger begeistern. Immerhin nehmen die anderen vor und hinter uns mit uns zusammen einen leichten Trab auf, der uns ein paar Minuten gewinnen l\u00e4sst. Der kurvige Pfad treibt uns immer weiter in die H\u00f6he. Die Temperatur f\u00e4llt langsam. Wir haben l\u00e4ngst unsere Laufjacken aus dem Rucksack befreit und angezogen doch die K\u00e4lte kriecht in die Knochen.<br>Auf einem H\u00fcgel erwartet uns pl\u00f6tzlich eine runde H\u00fctte. Es gibt keine Fenster und aus einem kleinen Schornstein steigt wei\u00dfer Rauch auf. Ein \u00e4lterer Herr k\u00fcmmert sich um einige L\u00e4ufer, die W\u00e4rme suchen. Gibt es etwas sch\u00f6neres als festzustellen dass man mit seinen Sorgen nicht alleine ist?<br>Nadia dr\u00e4ngt uns weiter zu laufen, der Rauch in der schlecht bel\u00fcfteten H\u00fctte macht ihr zu schaffen. Zusammen stolpern wieder an die kalte aber klare Luft. Ein paar Tiefe Atemz\u00fcge und ein M\u00fcsliriegel muss in den K\u00f6rper bevor wir weiter k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-4u2xmo wp-block-paragraph\">Nach Stunden in denen meine Uhr vor sich hin vibriert hat schaue ich drauf. Anstatt das sie mich auf &#8220;10cm&#8221; Wegabweichung hinweist muss ich feststellen dass sie wie ein braves Navi alle Abbiegungen anzeigt und mir jedes Mal sagt wo ich hinlaufen muss. Statt 24h zu halten hat sie dadurch bereits 70% Ladung verloren. Innerlich fasse ich mir an den Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-ZuSuiM wp-block-paragraph\">Eine Dame aus UK gesellt sich zu uns. Die Berge machen ihr zu schaffen, England habe wenig hohe Berge.&nbsp;<br>Der Weg auf dem wir unterwegs sind schl\u00e4ngelt sich weiter doch die Markierungen sind unmissverst\u00e4ndlich, wir m\u00fcssen ein Eisfeld hochklettern. Der ganze Hang ist wei\u00df. Hunderte L\u00e4ufer vor uns haben tiefe Abdr\u00fccke durch Schuhe und St\u00f6cke hinterlassen. Nach mehr als einem halben Tag auf den Beinen muss ich h\u00f6chste Konzentration aufbringen um nicht abzurutschen. Langsam stapfen wir den Hang hoch. Vor mir flucht Nadia scherzhaft vor sich hin: &#8220;Ach Quatsch wir m\u00fcssen schon nicht den Berg hoch, sagt er.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-QGysRH wp-block-paragraph\">Nach all der Qual dauert es aber nicht mehr lange bis wir oben auf dem Gipfel angekommen sind. Ein schmaler Weg f\u00fchrt die Kuppe entlang.<br>Von den Felsen der Gipfel geht es schnell wieder in den Wald. Der Regen hat l\u00e4ngst aufgeh\u00f6rt aber zum Gl\u00fcck ist es nicht in Hitze \u00fcbergeschlagen. Dieser Wechsel hat mich das letzte Mal mitgenommen.<br>Eine H\u00fctte mit Bank l\u00e4dt dazu ein kurz auszuruhen.<br>&#8220;Entschuldigst du kurz&#8221; kommt noch \u00fcber meine Lippen, bevor ich mich ausgiebig neben die Bank \u00fcbergebe. Wasser und andere mir bekannte Verpflegung befindet sich nun in einer Pf\u00fctze neben mir. Eigentlich sollte es mir nun besser gehen, aber ich habe offenbar zu lange an meinen Mageninhalt festgehalten. Langsam stapfen wir weiter. Mir ist immer noch schlecht. In den letzten Stunden habe ich wohl auch genug Wasser- und Kalorienmangel aufgebaut. Verschiedene K\u00f6rperteile fangen an mir einen Vogel zu zeigen.<br>\u00dcbelkeit und Ersch\u00f6pfung machen mir zwar zu schaffen aber meine Erfahrung aus <a href=\"https:\/\/www.departement06.fr\/cote-montagne\/utcam-5600.html\">Vesubie<\/a> sollten mir die Erfahrung gegeben haben dass ich das trotzdem alles \u00fcberwinden kann. Zum Trotz dessen beginnt in mir ein negativer innerer Dialog.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-4WpcrS wp-block-paragraph\">&#8220;Das schaffst du nicht, gib einfach auf.&#8221;<br>&#8220;Doch ich muss nur vorsichtig trinken und essen.&#8221;<br>&#8220;Ach komm lass es doch einfach.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-geJQGr wp-block-paragraph\">Die neuen Flaschen habe ich l\u00e4ngst entsorgt. Vorsichtig trinke ich und versuche meinen Kalorienr\u00fcckstand wieder abzubauen. Mein Magen zuckt jedes Mal wenn ich mehr als einen Bissen zu mir nehme. Nadia bietet mir Kartoffelbrei in Trinkt\u00fcten an, mein Magen l\u00e4sst mich aber doch ablehnen. Die Idee klingt aber so gut dass ich sie beim n\u00e4chsten Rennen \u00fcbernehmen muss.<br>Es kostet uns Stunden bis zur n\u00e4chsten Verpflegungsstation zu kommen. Gef\u00fchlt sollten wir weiter sein, aber es ist erst der 50km Checkpoint. Wir k\u00f6nnen die Flaschen nur mit kaltem Wasser auff\u00fcllen, Nahrung gibt es keine. In Zukunft brauche ich Alternativen f\u00fcr einen genervten Magen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-A7Wg2w wp-block-paragraph\">Stra\u00dfen, B\u00e4che und matschige Wege werden ab hier nur noch eine verschwommene Erinnerung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-CQW7LV wp-block-paragraph\">&#8220;Mit leerem Magen marschiert es sich schlecht&#8221; hei\u00dft es. Die schmerzenden Beine und der verdrehte Magen stimmen gemeinsam zu, der Kopf k\u00e4mpft weiter gegen den inneren Dialog.<br>Ein Schritt nach dem anderen k\u00e4mpfen wir uns Seite an Seite den Weg entlang. Meine Uhr gibt ein letztes Mal ein Signal von sich und geht dann aus. Der Akku ist entg\u00fcltig leer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-f4obep wp-block-paragraph\">Kurz vor der n\u00e4chsten Verpflegungsstation erz\u00e4hle ich Nadia dass wir uns dort verabschieden m\u00fcssen. Mir ist immer noch schlecht. Die Beine sind zwar platt w\u00fcrden aber noch mitmachen. Ich habe leider schon vor Stunden die Lust verloren und das bricht mir gerade das l\u00e4uferische Genick. H\u00e4tte ich die Option nicht w\u00fcrde ich wahrscheinlich bis zum Ende weiter laufen.<br>&#8220;Oh das finde ich wirklich schade. Bist du sicher dass du es nicht mehr schaffst?&#8221;<br>&#8220;Mir ist einfach schlecht, ich kann nicht mehr.&#8221;<br>&#8220;Oh man das ist hart, es hat Spa\u00df mit dir gemacht.&#8221;<br>&#8220;Ich kann gar nicht ausdr\u00fccken wie viel Spa\u00df es mit dir gemacht hat. Ohne dich w\u00e4re ich nicht so weit gekommen!&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-e9GoGj wp-block-paragraph\">Am Eingang sagt sie den Organisatoren Bescheid dass ich aufh\u00f6re. Mit einer kr\u00e4ftigen Umarmung verabschieden wir uns.<br>Ich setze mich zu anderen &#8220;DNF&#8221;-L\u00e4ufern in einer Ecke und warte auf den Bus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large eplus-fVzKJV\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"1200\" data-attachment-id=\"5495\" data-permalink=\"https:\/\/berightback.de\/?attachment_id=5495\" data-orig-file=\"https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551.jpg\" data-orig-size=\"900,1200\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Picasa&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Pixel 2&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1558805751&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.442&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;42&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.007993&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Maxi Race &amp;#8211; Der letzte Schlamm\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551.jpg\" src=\"http:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5495\" srcset=\"https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551.jpg 900w, https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551-450x600.jpg 450w, https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551-300x400.jpg 300w, https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551-768x1024.jpg 768w, https:\/\/berightback.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/MVIMG_20190525_173551-50x67.jpg 50w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"eplus-i8hykT wp-block-paragraph\">Eine Stunde sp\u00e4ter kommt Nadia umgezogen an mir vorbei, v\u00f6llig \u00fcberrascht dass ich noch da bin.<br>Mein Magen hat sich in der Zwischenzeit wieder eingespielt, die Lust am Laufen ist aber nicht wieder zur\u00fcckgekommen. So l\u00e4uft sie dann weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-s5TRHD wp-block-paragraph\">Etwas sp\u00e4ter werde ich darauf hingewiesen dass ich zum Bus gehen muss, der f\u00e4hrt hier nicht. Kurz genervt weise ich darauf hin dass die Information eine andere war. Ein franz\u00f6sischer L\u00e4ufer nimmt mich mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-96C0dv wp-block-paragraph\">&#8220;Ich bin raus und das war mein letzter Versuch&#8221; schreibe ich meiner Freundin.<br>&#8220;Schauen wir Mal, lass dich nicht entmutigen&#8221; ist die Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"eplus-dSb75Q wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck in der Wohnung vermag mich der Schlaf, trotz absoluter Ersch\u00f6pfung, nicht sofort \u00fcberkommen und so schaue ich eine Runde Katzenvideos an.<br>Die Ergebnisse des Rennens sind bereits am n\u00e4chsten Morgen ver\u00f6ffentlicht. Leider scheint auch Nadia die letzte Etappe nicht geschafft zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach nicht einmal 4h Schlaf bin ich wach. In meinen Laufklamotten und mit dem Rucksack auf dem R\u00fccken bin ich um 23 Uhr unterwegs zum Start. Einzelne L\u00e4ufer sammeln sich zu einem Fluss an Menschen, die alleine oder in Gruppen zum Lauf-Dorf str\u00f6men. Hier sind teilweise offenbar noch Freunde und Familien der L\u00e4ufer mit dabei.Durch den verlassenen Ort geht es zu einer Traube an Menschen. Erst kurz vor dem Lauf d\u00fcrfen wir uns in unserer Startbl\u00f6cke einsortieren. Zwei Stimmen vor mir sprechen pl\u00f6tzlich in einer mir bekannten Sprache, Deutsch. Es ist \u00fcberraschend angenehm sich mit Landsleuten unterhalten zu k\u00f6nnen. Das bisschen Erfahrung von meinem letzten Lauf gebe ich gerne weiter. 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