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London – Sightseeing in der Innenstadt

Um das große Gedränge zu vermeiden finden wir uns am Freitag in Camden Town ein. Lutz hatte mir empfohle hier einmal vorbeizuschauen. Schon als wir aus der U kommen versuchen die ersten Straßenverkäufer uns Souvenirs zu verticken. Stoisch gehen wir an allen vorbei und unterhalten uns weiter als wären sie nicht da. An der Straße liegt ein Geschäft neben dem nächsten. Genau so sieht es auch in Paris aus wenn man nach Sacre Coeur hochgeht. Nichts in diesen Geschäften reizt uns die zumeist billigen Souvenirs anzuschauen.
Wir kommen mehr oder weniger direkt zum Camden Market. In einer alten Fabrikhalle sammeln sich kleine Stände von Künstlern, die versuchen ihre Werke aus hauptsächlich Stickern, Magneten, Tassen und Shirts an uns zu verkaufen.
Endlich finde ich eine Möglichkeit meine üblichen Mitbringsel zu besorgen und schlage so gleich mehrfach zu. Da der Verkäufer, der seine eigenen Kühlschrankmagnete designt, so unterhaltsam ist kaufen wir gleich 3 Stück.
Nachdem wir uns einmal jeden Stand angeschaut haben und ich auch ein interessantes Shirt ergatter habe suchen wir uns etwas zu essen. Ein vegetarisch/vegatenen Burgerbrater trifft in dem Moment unseren Geschmack. Gott sei dank macht der Regen eine Pause und so können wir uns an einen der Tische setzen und in mehr oder weniger Ruhe essen. Das Fleischimitat aus Pilzmasse schmeckt insgesamt auch gar nicht so schlecht. Die Leute, die uns in der Hoffnung dass wir bald Platz machen umkreisen, nerven ein wenig.

Auf dem Rückweg alternieren wir und gehen an einem Kanal entlang. Kleinste Wasserpflanzen bedecken alles mit ihrem Grün. Nur wo sich das Wasser bewegt kann man sehen dass es keine Wiese ist. Eine Art Hausboot wird gerade von einem kräftigen Herren an einem Tau nach vorne gezogen. Sowohl das Wehr als auch das Schiff wirken in die Jahre gekommen aber es scheint alles reibungslos zu funktionieren.

Die U bringt uns wieder zurück in die Innenstadt. Aufgrund eines Fehlers meinerseits landen wir allerdings nicht an der Tower Bridge sondern an der London Bridge. Der zusätzliche Spaziergang braucht eine halbe Stunde, da es leider leicht regnet ist die Freude über die Bewegung begrenzt.
Die Tower-Bridge ist eine bauliche und Ingenieursmeisterleistung.
Auf der anderen Seite der Themse wartet der Tower of London. Die kleine Burg wirkt sehr wehrhaft, den hohen Eintrittspreis sparen wir uns allerdings und begnügen uns mit der Außenansicht.


Wir haben heute noch einen Termin und müssen uns sputen. Maria hat zwei Karten für den Besuch des Buckingham Palace besorgt. Wir besichtigen die sogenannten State Rooms. Was die Karten gekostet haben will sie mir allerdings nicht mitteilen. Mit einem Audio Guide können wir in aller Ruhe durch die Räume schlendern, die eigentlich für hohe Staatsgäste vorgesehen sind.
Man kann erkennen dass hier über die Jahrhunderte viel Geld reingeflossen ist. Ein Satz von Prince Charles im Audio Guide verärgert mich allerdings:
“Das Geld, das sie für den Eintritt gespendet haben, hilft uns die Kunstsammlung zu erhalten.”‘
Hätte es sich um ein offizielles Museum gehandelt wäre es eine Sache für sich, von dem Familienmitglied einer der reichsten Familien der Erde sollte sowas nicht kommen.
Versteckt hinter einer hohen Mauer kommen wir am Ende der Tour an einem riesigen, privaten Park an. Natürlich darf der obligatorische Souvenirshop nicht fehlen. Das Motto der vorhandenen Mitbringsel sind Corgies. Auch hier kommen wir ohne Souvenir davon.

Nicht weit entfernt liegt der Hyde Park. Die Eichhörnchen hier scheinen nicht nur zahlreich vorhanden sondern auch sehr mutig zu sein.

Als wir aus dem Park kommen ist Harrods mehr oder weniger in der Nähe. Wir müssen natürlich unbedingt hin denn angeblich kann man hier alles kaufen. Unser Aufenthalt erweist sich dann aber als ziemlicher Reinfall. Luxus sammelt sich in Regalen, rücksichtsloser Araber versuchen einen aus dem Weg zu schubsen, alles ist so überkandidelt dass ich nichtmal Interesse simulieren kann. Meine Verärgerung löst sich erst eine ganze Weile nachdem wir schon fort sind.

Gefühlt haben wir die halbe Stadt durchquert, das was wir gesehen haben war aber auf jeden Fall den weiten Weg wert.